Wer braucht den Ausbilderschein?
Wer in einem Betrieb Auszubildende ausbilden will, muss neben der fachlichen auch die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachweisen. Genau das ist der Ausbilderschein, offiziell die bestandene Prüfung nach der AEVO. Viele machen ihn auch, ohne sofort auszubilden: Er zeigt, dass Sie Menschen anleiten können, und macht sich in jeder Bewerbung gut.
Was geprüft wird
Die AEVO gliedert den Stoff in vier Handlungsfelder, die dem Weg einer Ausbildung folgen:
- Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
- Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
- Ausbildung durchführen
- Ausbildung abschließen
So läuft die Prüfung ab
Die Prüfung nimmt die zuständige Stelle ab, für die meisten Berufe die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer. Sie besteht aus zwei Teilen. Im schriftlichen Teil beantworten Sie fallbezogene Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern. Im praktischen Teil präsentieren Sie eine Ausbildungssituation oder führen sie praktisch durch, zum Beispiel eine Unterweisung, und sprechen danach mit dem Prüfungsausschuss im Fachgespräch darüber. Termine und Gebühren legt jede Kammer selbst fest, die aktuellen Angaben finden Sie bei Ihrer Kammer.
Woran es in der Praxis hakt
Aus Sicht eines Prüfers scheitert es selten am Wissen, sondern an der Umsetzung. Im schriftlichen Teil wird oft die Frage nicht genau gelesen. In der praktischen Prüfung ist die Unterweisung zu lang, das Lernziel unklar, oder der Auszubildende kommt kaum zu Wort. Und im Fachgespräch fehlt die Begründung, warum man eine Methode gewählt hat. Wer das weiß, kann gezielt üben.
Wie Sie sich gut vorbereiten
Gut vorbereitet ist, wer den Stoff aller vier Handlungsfelder kennt, Prüfungsfragen geübt und die praktische Prüfung mindestens einmal vor Publikum durchgespielt hat. Mit ausbilden24 geht das online: Der Lehrgang ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft und zugelassen. Der Komplettkurs umfasst rund 95 Stunden mit Lernportal, Übungsfragen, Wissensartikeln und Live-Webinaren, der Selbstlernerkurs dieselben Inhalte ohne feste Termine. Dazu gibt es eine gezielte Prüfungsvorbereitung mit Probeprüfung im Format der IHK und die Prüferstunde: 45 Minuten persönliches Feedback zu Präsentation, Unterweisung oder Fachgespräch. Mehr unter Weiterbildung.